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Einblicke in unsere Konzeption

Aufnahme und Eingewöhnung

Bei Interesse an einem Betreuungsplatz wird die Betreuungsanfrage durch die Erziehungsberechtigten gestellt. Für den ersten Kontakt füllen Sie bitte das Formular am Ende der Website aus. Anschließend werden wir Sie kontaktieren. Dann können Sie die Großtagespflege besichtigen. Kommt es schließlich zur Aufnahme, würden wir gerne ein Anmeldegespräch bei Ihnen zu Hause führen, um die Familie und das Kind in einer dem Kind vertrauten Umgebung kennenzulernen und alle Formalitäten zu besprechen. Bevor die eigentliche Betreuung dann beginnen kann, sollte sich eine Bezugsperson des Kindes Zeit für die Eingewöhnung nehmen. Diese sollte im Idealfall mit der selben Person und ohne Geschwisterkinder stattfinden. Die Eingewöhnung erfolgt in verschiedenen Phasen, die wir im Anmeldegespräch genauer erläutern werden. Die Dauer der Eingewöhnung richtet sich nach dem Kind. Unser Ziel ist es den Kindern die Angst vor der vorübergehenden Trennung zu nehmen und ihnen Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln, dafür ist ein guter Beziehungsaufbau zwischen den Kindern, den Eltern und uns unumgänglich.

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Erziehungspartnerschaft

Die Erziehungsberechtigten sind die wichtigsten Bezugspersonen im Leben eines Kindes und legen den Grundstein für ihre Entwicklung. Sie sind die Experten für ihr Kind. Wir, als Fachkräfte, verstehen uns als Erziehungspartner der Eltern und möchten ihnen unterstützend und beratend zur Seite stehen. Wir wünschen uns einen offenen, vertrauensvollen und wechselseitigen Austausch, sowie ein aktives Miteinander im Hinblick auf die Entwicklung und Bildung ihres Kindes. Oft ist es schwierig Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren, mitunter treten Unsicherheiten und Zweifel auf. Unser Ziel ist es unsere Arbeit, zum Beispiel durch spontane Tür und Angel Gespräche, durch Fotos oder durch regelmäßige Elternbriefe, möglichst transparent zu gestalten, um Sie über den Alltag ihrer Kinder zu informieren.

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Die vier Grundbedürfnisse

Unserer pädagogische Arbeit orientiert sich an den Grundbedürfnissen der Kinder im Alter von null bis drei Jahren. Aufgeteilt in die vitalen, sozialen, emotionalen und kognitiven Bereiche. Die alle miteinander verbunden sind und sich gegenseitig beeinflussen. Das vitale Grundbedürfnis ist der Schwerpunkt unserer pädagogischen Arbeit und ist oben auf der Seite genauer erläutert. Aber natürlich spielen auch die anderen Grundbedürfnisse eine tragende Rolle in unserer Großtagespflege:

Das emotionale Grundbedürfnis beschreibt die Gefühlswelt der Kinder. Diese lässt sich in den Umgang mit den eigenen Gefühlen und in den Umgang mit den Gefühlen anderer Menschen unterteilen. Also beispielsweise das Bedürfnis nach Nähe zu einer konstanten Bezugsperson, das Erfahren von Sicherheit und Geborgenheit und die Emotionen von anderen wahrzunehmen. Die Kinder sollen erfahren, dass ihre Emotionen ernstgenommen und respektiert werden. 

Das kognitive Grundbedürfnis umfasst die Bereiche Lernen, Denken und Erinnern. Diese basieren auf Erfahrungen mit Personen, Ereignissen und Materialien aus der Lebenswelt der Kinder.  Dieses Bedürfnis wird durch eine abwechslungsreiche und anregungsreiche Spiel- und Lernumgebung und durch ausreichend Freiraum zum Forschen und Entdecken gestillt.

Unter dem sozialen Grundbedürfnis versteht man die Kommunikation und Interaktion mit anderen Menschen. Dazu gehört die Entwicklung einer eigenständigen Persönlichkeit, sowie die Zugehörigkeit zu einer Gruppe. Jedes Kind ist Teil unserer Gruppe und alle Kinder dürfen an unserem Alltag teilhaben und mitwirken. Gemeinsame Aktionen und Angebote stärken das Wir - Gefühl. 

Besonders wichtig ist es uns außerdem jedes Kind individuell nach Stand der Entwicklung, religiöser Zugehörigkeit und persönlichen Gewohnheiten und Gepflogenheiten der Familie zu betrachten.

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Freispiel

Kinder spielen in erster Linie weil sie Spaß und Freude daran haben. Es geht nicht darum, etwas zu erzeugen oder ein Produkt zu erschaffen. Beim freien Spiel ist der Weg das Ziel. Freispiel bedeutet immer auch Eigenverantwortlichkeit: das Kind bestimmt Ort und Dauer des Spiels, es entscheidet, was und wo gespielt wird und sucht sich selbst den Spielpartner aus. Das Spiel bietet vielfältige Möglichkeiten mit anderen Kindern in Kontakt zu treten, fördert somit soziale Verhaltensweisen wie beispielsweise Rücksichtnahme, Kooperation und Konfliktbewältigung. Es lässt Freundschaften entstehen und ist wichtig für ein positives Selbstbild. Im Spiel entdeckt und begreift das Kind seine Umwelt: es ahmt Erlebnisse nach, versetzt sich in andere hinein, stellt Zusammenhänge her und verarbeitet somit seine Erfahrungen. Durch die Bereitstellung abwechslungsreicher Spielmaterialien und gefahrloser Spielräume ist es dem Kind möglich, sich in seiner Kreativität und Fantasie zu entfalten und seine sprachlichen, motorischen und kognitiven Fähigkeiten weiterzuentwickeln.

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Sprache und Kommunikation

Die Förderung der Sprachentwicklung soll in unserer pädagogischen Arbeit keine zusätzliche Aufgabe darstellen, sondern sich ganz natürlich in den Alltag integrieren. In jeder Situation können Anlässe zum Sprechen geschaffen werden: während des Frühstücks, beim Wickeln oder in Spielsituationen. Das gemeinsame Betrachten von Bilderbüchern regt zum Sprechen und Erzählen an. Lieder, Fingerspiele und Tischsprüche unterstützen durch die rhythmische Betonung den Spracherwerb. Wir verwenden eine altersgerechte, grammatikalisch korrekte Sprache und sind somit Sprachvorbilder für die Kinder.

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Selbstständigkeit

"Ich kann das alleine!" - Selbstständig zu werden ist ein natürliches Bedürfnis eines jeden Kindes und von großer Bedeutung für den weiteren Entwicklungsprozess. Im Alter von null bis drei Jahren geht es zunächst darum die Anforderungen des täglichen Lebens, wie beispielsweise das Anziehen, das Essen oder den Toilettengang selbstständig zu bewältigen. Um die Selbstständigkeit der Kinder zu unterstützen bieten wir ihnen Freiräume, in denen sie ihren Erkundungsdrang in sicherer Umgebung nachgehen können. Es ist wichtig, dass sie eigene Erfahrungen machen und sich ausprobieren dürfen, um gegebenenfalls aus eigenen Fehlern lernen zu können. Denn selbstständig zu werden heißt manchmal eben auch: hinfallen und wieder aufstehen!

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Strukturen und Rituale

Strukturen und Rituale sind für Kinder von großer Bedeutung. Sie bringen, durch wiederkehrende Abläufe, Übersicht in ihre „kleine Welt“. Vorhersehbarkeit und Zuverlässigkeit geben den Kindern die seelische Sicherheit, die sie für eine gesunde Entwicklung benötigen. Nur wenn sie sich geborgen fühlen, können sie sich für die verschiedenen Lernprozesse öffnen. Rituale gelten als „Fixpunkte“ im strukturierten Ablauf und haben immer einen Anfang und ein Ende, an dem sich die Kinder orientieren können. Beim gemeinsamen Frühstück beispielsweise könnte ein weniger essfreudiges Kind, durch das Erleben in der Gruppe, dazu angeregt werden unbekannte Lebensmittel zu probieren. Denn durch das Frühstück als Ritual erhält das Kind die dafür benötigte Sicherheit.

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Beobachten und Dokumentieren

Jedes Kind wird in unserem pädagogischen Alltag objektiv, regelmäßig und ressourcenorientiert - orientiert an seinen Stärken - beobachtet. Wir beobachten die Kinder zum Beispiel beim Spielen, in der Interaktion mit anderen Kindern, bei gezielten Aktivitäten oder während des Frühstücks. Auf diese Weise können wir Interessen und Fähigkeiten hervorheben und gezielte Angebote entwickeln. Zweimal jährlich führen wir zudem mit jedem Kind eine Beobachtung und Dokumentation über den aktuellen Entwicklungsstand durch, um diesen fundamentiert einschätzen zu können. Diese Beobachtungen dienen als Grundlage für regelmäßige Elterngespräche.

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